Unsicherheit

Aktualisiert: 13. Jan. 2021

Aktuell fühlen wir wohl alle, mehr als vielleicht jemals zu vor, die Grundlosigkeit und Unsicherheit dieses Lebens. Tipps wie du wieder „Boden unter den Füßen“ zurückgewinnst und dir auch die nötige Empathie dafür schenkst, findest du in den nächsten Zeilen.

Unsicherheit ist die einzige Gewissheit, die es gibt, und zu wissen, wie man mit Unsicherheit umgeht, ist die einzige Sicherheit. (John Allen Paulos)

Puzzle

Die Puzzleteile des Lebens fügen sich zusammen, um gar nur Momente oder Monate später auseinanderzufallen. Und dann müssen wir blitzschnell aufstehen und wieder Fuß fassen. Im Rückblick sehen wir dann deutlich, was uns vielleicht entgangen ist. Es ist nämlich nicht so, dass sich der Boden unter unseren Füßen verschoben hat. Nein, es ist sogar so, dass dieser Boden gar nie still stand.

Das ist also DER Teil (Sinn?) unseres Lebens. Uns mit der Grundlosigkeit und Unsicherheit vertraut zu machen.


Vielen von uns fehlt momentan der Antrieb, der Weitblick, das Ziel vor Augen. Andererseits bietet uns diese Erfahrung eine wunderbare Möglichkeit im Moment zu leben. Wie wir wissen (und schon in Newslettern davor besprochen haben J) – gibt es ohnehin immer nur das Hier und Jetzt. Wir wissen mit keiner statistischen Sicherheit und noch so vielen Hochrechnungen und Analysen tatsächlich, was die Zukunft bringt. Wie Saint-Exupéry schon sagte: Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.


Aktuell scheint die Zeit irgendwie still zu stehen. Und trotzdem tut sie es nicht. Der Boden steht niemals still und gerade fügt sich jedes individuelle Lebens-Puzzle gerade wieder neu zusammen.


Wie kannst du dich selbst nun unterstützen?

In dem du dir zuallererst Empathie schenkst. Für all das, was gerade in und mit dir passiert. Es gibt keine Verknappung von Mitgefühl genauso wenig wie ein Zuviel davon. Auch keinen Kampf darum wer es gerade schwerer hat: ja – auch du darfst dich hilflos, mutlos, ängstlich, antriebslos, müde und schlecht fühlen. Es darf dir auch nicht gut gehen – das gehört zu deiner Gefühlswelt dazu. Genauso wie die guten Momente und Gefühle. Alles anzuerkennen, vielmehr aber mit Mitgefühl zu umarmen, das schenkt dir die Tiefe und den Erfahrungsschatz, die du brauchst um anderen gegenüber empathisch zu sein.


Häufig habe ich in letzter Zeit gehört, dass Menschen sich nicht trauen bzw. sich dafür entschuldigen, dass sie sich schlecht fühlen. Kommend die folgenden Sätze bekannt vor? „…aber ich darf mich nicht beschweren, ich hab ja noch einen Job“ – oder „…aber ich möchte nicht jammern, ich bin gesund – anderen geht es viel schlechter als mir“, „…ich will mich nicht schlecht fühlen, eigentlich habe ich doch alles, wenn ich so höre was anderswo passiert“ etc.


Ich darf dir sagen: man muss nicht genau dasselbe durchleben wie andere, um ihnen empathisch zu begegnen. Man darf aber selbst Momente gehabt haben, wo es einem nicht gut ging – um aus dem Erfahrungsschatz der Empathie zu schöpfen. Vielleicht stehst du dir selbst mit Schuld- und Schamgefühlen im Wege, weil du denkst deine Gefühle sind nicht valide. Hör noch heute auf damit und mach dich auf die Reise, erkenn dich und deine Gefühle an – du bist WERTvoll. Du bist WUNDERvoll. Sag dir das täglich. Viele Male. Vor dem Spiegel mit voller Überzeugung. Morgens im Bett vor dem Aufstehen mit einem Lächeln am Gesicht. Und auch wenn es sich anfangs ungewohnt anfühlt, „fake it till you make it“. Es wird leichter.


Dann mach dich bereit – für all die Unsicherheiten des Lebens. Du stabilisierst deinen Weg selbst, indem du bereit bist zu akzeptieren, dass alle Emotionen erlaubt sind. Das ist was uns verbindet, wir sitzen alle im selben Boot. Wir alle kennen alle Gefühle. Lass uns bitte in Verbindung gehen – und uns nicht durch die Unsicherheit voneinander entfernen.


lokah samastah sukhino bhavantu


Eine schöne Meditationsübungsreihe findest du hier https://insighttimer.com/meditation-courses/course_mehr-mitgefuhl-mit-metta





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